1948 Filmmakers

Stuart Schulberg

Writer/Director/Producer

Pare Lorentz

Commissioning Editor/Producer

Joseph Zigman

Editor

Eric Pommer

Chief, Motion Picture Branch,
Office of Military Government, U.S.

Hans-Otto Borgmann

Musical Score

 

Hans-Otto Borgmann

Musical Score

In 1948, Hans-Otto Borgmann composed the score for Nuremberg: Its Lesson for Today. Fifteen years earlier, he had composed the music for a Nazi propaganda film, Hitlerjunge Quex. One of his songs from the film – Unsere Fahne flattert uns voran, with lyrics adapted from a text by Baldur von Schirach, one of the Nuremberg defendants – became the official anthem of the Hitler Youth. Borgmann’s apparent ties to the Nazi Party stunned Schulberg and Waletzky. How could he have been cleared to work on Nuremberg?

Bundesarchiv researcher Babette Heusterberg helped to fill in the blanks. Although Borgmann had been a member of National-sozialistische Betriebszellenorganisation (NSBO), the Kampfbund für deutsche Kultur (KfdK), and the Reichsfilmkammer, there was no evidence of his membership in the Nazi Party (NSDAP). According to records she found, Borgmann was interviewed by the Office of Military Government, Information Control Branch, in Berlin on October 20, 1946, and barred from all cultural activities. He waited some months before filing for an employment permit again, citing a possible job offer from Eric Pommer, chief of the OMGUS Motion Picture Branch. As Borgmann had been music director at Berlin’s UFA film studio from 1931, while Eric Pommer was the top movie producer there, they would have worked together before the war. The files show that Borgmann’s case was reconsidered on September 5, 1947. By then, the U.S. Army had no objection to his employment in the U.S. Sector, and reclassified him. He had his Persilschein.

(Persil was the name of a popular laundry detergent in Germany. Persilschein entered the postwar vocabulary as a slang term to mean a denazification certificate or work permit issued by the occupying governments. In political terms, it signified a clean bill of health, but could also mean a whitewash.)

Borgmann’s German biography, below, is courtesy of Wikipedia:

Hans-Otto Paul Friedrich Borgmann (* 20. Oktober 1901 in Hannover-Linden; † 26. Juli 1977 in Berlin) war ein deutscher Filmkomponist.

Der Sohn eines Oberregierungsrates lernte in seiner Kindheit Klavier, Violine und Orgel. Sechzehnjährig arbeitete er bereits als Organist an der Schlosskirche vonSchloss Gottorf bei Schleswig. 1910 bis 1919 besuchte er das Humanistische Domgymnasium Schleswig und studierte 1920 bis 1922 an der Staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin. Hier ließ er sich zum Musiklehrer, Organisten, Chorleiter und Kapellmeister ausbilden.

Von 1924 bis 1927 wirkte Borgmann als Theater- und Opernkapellmeister. Auch später komponierte er Bühnenmusik, insbesondere für das Deutsche Theater Berlin. Sein Filmschaffen begann, als er ab 1928 als Kapellmeister für die musikalische Untermalung von Stummfilmen sorgte. Danach wurde er Musikassistent und war ab 1931 musikalischer Leiter der UFA und Filmkomponist.

Im Jahre 1933 komponierte er die Filmmusik zu dem NS-Propagandafilm Hitlerjunge Quex. Das von Borgmann komponierte HJ-Lied Unsere Fahne flattert uns voran auf einen Text des „Reichsjugendführers“ der NSDAP Baldur von Schirach zog sich als Leitmotiv durch den Film und wurde zur Hymne der Hitler-Jugend.

Ab 1937 arbeitete Borgmann häufig für Veit Harlan. Er benutzte intensiv die Technik des Leitmotivs, das er bestimmten Filmfiguren zuordnete und je nach Situation abwandelte. Sein eingängigster Filmschlager wurde 1937 Tango Notturno aus dem gleichnamigen Film mit Pola Negri.

Nachdem Borgmann 1938 eine Großdeutsche Hymne auf einen Text von Baldur von Schirach vertont hatte, wurde er Leiter der Abteilung Musik der neu eröffnetenDeutschen Filmakademie und erhielt den Titel Professor.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dirigierte er im August 1945 am Berliner Hebbel-Theater Brecht/Weills Dreigroschenoper. Daneben komponierte Borgmann zunächst weitere Filmmusiken: 1946 für eine Dokumentation über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse (Nürnberg und seine Lehren), in den 1950er Jahren für diverse Streifen vorwiegend rührseligen Inhalts. Später wandte sich Borgmann zunehmend der atonalen Musik zu. Ab 1953 war er Leiter der Landesgruppe Berlin des Deutschen Komponistenverbandes. Von 1959 bis 1971 unterrichtete er als Dozent, seit 1970 als Honorarprofessor für Bühnenlied und literarischen Chanson an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Berlin. In dieser Zeit komponierte er etwa siebzig Bühnenlieder und Chansons nach Texten von Bertolt Brecht, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky.

Filmografie

  1. 1931: Nie wieder Liebe (musikalische Leitung)
  2. 1931: Sein Scheidungsgrund (musikalische Leitung)
  3. 1931: Der Hochtourist (musikalische Leitung)
  4. 1932: Der Frechdachs (musikalische Leitung)
  5. 1932: Ein toller Einfall (musikalische Leitung)
  6. 1932: Quick
  7. 1932: Mensch ohne Namen (musikalische Leitung)
  8. 1932: Das schöne Abenteuer (musikalische Leitung)
  9. 1932: Strich durch die Rechnung
  10. 1932: Der weiße Dämon
  11. 1932: Wenn die Liebe Mode macht
  12. 1932: F.P.1 antwortet nicht (musikalische Leitung)
  13. 1932: Eine Tür geht auf
  14. 1933: Lachende Erben (musikalische Leitung)
  15. 1933: Kind, ich freu' mich auf Dein Kommen
  16. 1933: Der Stern von Valencia (musikalische Leitung)
  17. 1933: Ein gewisser Herr Gran (musikalische Leitung)
  18. 1933: Alles für Anita
  19. 1933: Hitlerjunge Quex
  20. 1933: Die schönen Tage von Aranjuez
  21. 1933: Heideschulmeister Uwe Karsten
  22. 1933: Inge und die Millionen (Musikbearbeitung)
  23. 1934: Gold
  24. 1934: Die Csardasfürstin (Musikbearbeitung)
  25. 1934: Ein Mann will nach Deutschland
  26. 1934: Die Insel (musikalische Leitung)
  27. 1934: Fürst Woronzeff
  28. 1935: Die törichte Jungfrau
  29. 1935: Barcarole
  30. 1935: Das Mädchen vom Moorhof
  31. 1935: Leichte Kavallerie
  32. 1935: Liebeslied
  33. 1936: Mädchenjahre einer Königin
  34. 1936: Moskau – Shanghai
  35. 1936: Die Nacht mit dem Kaiser
  36. 1937: Gleisdreieck
  37. 1937: Tango Notturno
  38. 1938: Jugend
  39. 1938: Verwehte Spuren
  40. 1939: Ein hoffnungsloser Fall
  41. 1939: Pedro soll hängen (Uraufführung 1941)
  42. 1939: Die Reise nach Tilsit
  43. 1940: Unser Fräulein Doktor
  44. 1940-42: Der große König
  45. 1941: Jakko
  46. 1942: Die goldene Stadt
  47. 1942: Der große Schatten
  48. 1942: Diesel
  49. 1942-44: Opfergang (Uraufführung 1953)
  50. 1943: Du gehörst zu mir
  51. 1944: Familie Buchholz
  52. 1944: Neigungsehe
  53. 1944: Der Majoratsherr
  54. 1944: Junge Adler
  55. 1945: Die Brüder Noltenius
  56. 1945: Wie sagen wir es unseren Kindern? / Ehe mit Hindernissen (Uraufführung 1952)
  57. 1945: Eine alltägliche Geschichte (Uraufführung 1948)
  58. 1948: 1-2-3 Corona (einschließlich der Liedtexte)
  59. 1948: Schuld allein ist der Wein
  60. 1949: Der große Mandarin
  61. 1949: Verführte Hände
  62. 1950: Nur eine Nacht
  63. 1950: Das Mädchen aus der Südsee
  64. 1950: Die tödlichen Träume / Liebestraum
  65. 1951: Hanna Amon
  66. 1952: Praterherzen / Tingeltangel
  67. 1953: Der Kapitän von San Lorenzo / Mea culpa
  68. 1953: Die Stärkere
  69. 1953: Die Prinzessin und der Schweinehirt
  70. 1954: Konsul Strotthoff
  71. 1955: Die Toteninsel
  72. 1955: Vor Gott und den Menschen
  73. 1956: Dany, bitte schreiben Sie
  74. 1956: Von der Liebe besiegt / Schicksal am Matterhorn
  75. 1958: Man müßte noch mal zwanzig sein
  76. 1961: Die kleinen Füchse (TV)

Andere Kompositionen

  1. Little Caprice (1962) für Orchester
  2. Petite Promenade (1962) für Orchester

Literatur 

  1. Frank Noack: Hans-Otto Borgmann; in CineGraph Lg. 26 (1995), edition text+kritik
  2. Jürgen Wölfer, Roland Löper: Das große Lexikon der Filmkomponisten, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2003 ISBN 3896022962
Hans-Otto Borgmann

Borgmann composed the Hitler Youth anthem.